Aus dem Jahr 1487 ist bekannt, dass im Brühl eine Schießhütte erbaut war. Der westliche Bereich des Brühl war zu jener Zeit noch Sumpfland; so muss diese Schießhütte im Bereich südlich der Bahnhofstraße gestanden haben. Ein Schützenhaus mit Schießplatz befand sich nach 1799 im Bereich der Grabenmühlparkplätze, etwa dort, wo sich heute die Gästeinfo befindet: „ ... des Probstes Acker befindet sich unterm Schießplatz der Büchsenschützen und dem Klingelgarten, des Schads Garten genannt ...“ Hier sollte sich der Schießplatz und das spätere Schützenhaus bis 1809 befinden, als König Friederich von Württemberg sämtlichen privaten Waffenbesitz und somit den Schießsport verbot.

Im rechten unteren Bildrand über dem Federschützen ist die Aschenmühle und dahinter dasSchützenhaus zu sehen (die alte Schießhütte wurde 1694 abgetragen). Das Gemälde entstandim Feb. 1818. Schießstände sind darauf nicht mehr vorhanden; mit Erlass König Friederichs von Württemberg war seit 19. Juni 1809 jeder private Waffenbesitz verboten.

 

Erst am 23. Januar 1817 beschloss König Wilhelm, der seinem Vater Friedrich auf den Thron folgte, eine Liberalisierung des

Waffengesetzes. Schützengesellschaften wurden wiederbelebt und Bürger durften unter Auflagen wieder Waffen besitzen.

In vielen Orten wurden in der vom König verordneten “Zwangspause“ die Schießstätten nicht mehr gepflegt; man hatte Grundstücke veräußert.

Waldsee expandierte zu Beginn des 19.Jh stark.

1811 begannen die Waldseer, die Stadtmauer zu durchbrechen und 1832/33 werden das Ravensburger Tor und das Biberacher Tor abgebrochen. Daher bedeuten die Jahre nach 1817 für viele

Schützenvereinigungen die Suche nach geeigneten Schießplätzen.

So auch in Waldsee: Das Schützenhaus wurde zwischenzeitlich einer neuen Nutzung zugeführt, der Schießplatz direkt vor den Stadtmauern war nicht mehr geeignet.

1818 wurde „hinter dem See“ ein neues Schützenhaus erbaut.

Das Bild entstand um 1850, also vor dem Bau der Eisenbahnlinie.

Die Straße nach Wurzach führte damals östlich vorbei an

Hopfenweiler über Haisterkirch. Die Wurzacher Straße in der Trasse, wie wir sie heute kennen, entstand erst mit dem Bau des Bahndammes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Standort der Schießanlage muss also auf dem Areal Olaf Kraus bis Bahnübergang Schützenstraße/Wurzacher Straße gelegen sein.

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16.10.2019

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