Amtsgerichten lieferten die Eintragungen ins Vereinsregister neue,

sichere Nachweise für das Vorhandensein von Schützenvereinen:

Am 10. Mai 1911 wird im Vereinsregister des Amtsgericht

Waldsee die Waldseer Schützengilde eingetragen.

„Die Waldseer Schützengilde war eine Vereinigung Waldseer

Geschäftsleute, die Freud und Liebe zum edlen Schießsport

bekundeten. Sie erwarben von der Stadt Waldsee am heutigen

Möserweg ein Gelände. Im Jahre 1911 wurde das Schützenhaus

erstellt. Es ist das heutige zweistöckige Wohnhaus Ebenhoch. Für die

Anzeigenmannschaft wurde eine betonierte Deckungsanlage zu ihrer

Sicherheit am Möserwald gebaut. Dieselbe ist heute noch zu sehen.

Das untere Stockwerk des Schützenhauses ist ganz aus Beton und das

zweite Stockwerk ganz aus Holz. Das Dach ist heute noch im Original

(Blech) vorhanden.

„Nach 1933 wurde das Schützenhaus durch die NS-Verbände

wehrsportlich und durch Leistungsschießen an den Wochenenden

benutzt. Es wurde in dieser Zeit eine halbautomatische

Scheibenanlage (Fabrikat Johannsen) angeschafft und nur noch auf

50m geschossen.

Diese neue Anlage funktionierte dergestalt: Schoß der Schütze als

Beispiel eine 9 links – ging durch den Aufprall der Kugel ein Arm mit

der Zahl 9 heraus.

Durch das Eigengewicht des Armes fiel der Arm jedoch schnell

wieder nach unten. Mit dieser Anlage brauchte man keine Anzeiger

und es konnte viel schneller geschossen werden. . . .“

„Im Jahr 1935 wurde auf dem Nachbargrundstück in der Städtischen

Kiesgrube ein Pistolenstand gebaut. Dieser war sehr stark

frequentiert. Hier wurde auf Leistung trainiert. Die

Pistolenmannschaft mit den Schützen A. Brugger, M. Greiner, E.

Engstler, P. Kistler und K. Brauchle waren bei vielen Meisterschaften

wie in Nürnberg und Stuttgart. Sie belegten immer sehr gute

Placierungen. Doch nach und nach mussten diese Pistolenschützen in

die Wehrmacht einrücken und nichts blieb mehr übrig,“

schreibt der Chronist Karl Christ.

„Da das Schützenhaus der Schützengilde laufend durch NS-Verbände

belegt war,“ berichtet Christ weiter, „bauten die Jäger kurz

entschlossen einen neuen, kleinen Stand aus Rundholz. Derselbe

entstand etwa 80m entfernt in der Verlängerung des ersten

Schützenhauses.

Nach dem Ende des II.Weltkrieg war zunächst an die Ausübung des Schießsport nicht zu denken.

KONTAKT                      

INFO                              

letztes update:

 

Besucher:

Adresse:

Telefon:

Telefax:

E-Mail:

16.10.2019

VSG Bad Waldsee eV

Möserweg 43

88339 Bad Waldsee

07524/49358

07524/49358

info@vsg-bw.de